08.10.2026 | Kanzlei-Impulse
Digitalisierung braucht manchmal einen Anstoß. Nicht noch eine Software.
<p>In unseren Kundengesprächen in diesem Jahr begegnet mir immer wieder eine Frage: </p><h3>Wie sollen wir Digitalisierung und KI voranbringen, wenn das Tagesgeschäft uns doch schon vollständig fordert?</h3><p>Im Gespräch kommen wir dann oft auf die Zusammenarbeit mit den Mandanten. Digitale Anwendungen sind eingerichtet, trotzdem fehlen Belege, Unterlagen kommen über unterschiedliche Wege und das Team erklärt dieselben Abläufe immer wieder.</p><p><br></p><p>Mein Eindruck aus diesen Gesprächen: Die Technik ist häufig schon da. Was noch fehlt, sind gemeinsam vereinbarte Abläufe, Regeln und vielleicht auch ein Stück weit die Bereitschaft?</p><p><br></p><p>Gerade Mandanten, die seit Jahren auf eine bestimmte Weise arbeiten, brauchen eine Einführung. Sie müssen wissen, was künftig von ihnen erwartet wird, wer im Unternehmen verantwortlich ist und warum die Kanzlei bestimmte Vorgaben macht.</p><p><br></p><p>Dort, wo Kanzleien diese Zusammenarbeit aktiv gestalten, entstehen bessere Voraussetzungen für funktionierende digitale Prozesse.</p><p><br></p><p>Einige unserer Kunden trauen sich inzwischen, daraus ein eigenes Beratungsangebot zu entwickeln. Die Unterstützung, die bisher selbstverständlich nebenbei lief, bekommt einen klaren Rahmen.</p><p><br></p><p>Das finde ich einen interessanten Schritt.</p><p><br></p><p><br></p><h3>So kann diese Beratung aussehen:</h3><p>• Die bisherigen Abläufe im Unternehmen gemeinsam anschauen.</p><p>• Herausfinden, wo Informationen fehlen oder doppelt erfasst werden.</p><p>• Anwendungen, Zuständigkeiten und Übermittlungswege abstimmen.</p><p>• Die beteiligten Mitarbeitenden einweisen.</p><p>• Nach einigen Wochen gemeinsam prüfen, was funktioniert und was angepasst werden muss.</p><p><br></p><h3>Mandanten erhalten Orientierung und klare Verantwortlichkeiten. </h3><p>Die Kanzlei kann die Voraussetzungen für vollständige Unterlagen und weniger Nacharbeit verbessern. Gleichzeitig wird die eigene Beratungsleistung sichtbar und kann als gesondertes Angebot beschrieben und vergütet werden.</p><p><br></p><h5></h5><h3>Was ich aus den Gesprächen dieses Jahres mitnehme: </h3><p>Es lohnt sich, die Zeit für diese Begleitung bewusst einzuplanen und ihren Wert auch gegenüber Mandanten deutlich zu machen.</p><p>Wie ist das bei Ihnen: Hat digitale Prozessberatung bereits einen festen Platz in Ihrem Leistungsangebot, oder läuft sie noch nebenbei mit?</p><p><br></p><p></p>
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